Versicherungspflicht und - schutz

Auf dieser Site finden Sie die wichtigsten Informationen zu Versicherungspflicht und -schutz:

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Sozialversicherungspflicht für Selbständige

Wer sich in Österreich selbständig macht, gehört dem Versichertenkreis der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) an – als Gewerbetreibender oder als Neuer Selbständiger. Selbstständig Erwerbstätige unterliegen damit, genau wie die unselbstständig Erwerbstätigen, einer Pflichtversicherung.

Im Bereich der Naturvermittlung wird davon die selbständige (Outdoor-)Unterrichtstätigkeit erfasst, aber auch die Tätigkeit als freie/r DienstnehmerIn, wenn man sich wesentlicher eigener Betriebsmittel bedient. Auch Personen, die ohne die erforderliche Gewerbeberechtigung selbständig erwerbstätig sind (unbefugte Gewerbeausübung), sind versicherungspflichtig!

Wenn man gleichzeitig unselbstständig, selbstständig oder als Landwirt/in tätig ist, führt dies zur Pflichtversicherung nach verschiedenen Sozialversicherungsgesetzen und damit auch zu einer mehrfachen Beitragspflicht (Mehrfachversicherung).

Selbstständig Erwerbstätige sind in der Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung sowie in der Selbstständigenvorsorge pflichtversichert.

Die Pflichtversicherung umfasst allerdings keinen Schutz bei Arbeitslosigkeit! Es besteht allerdings eine freiwillige Versicherungsmöglichkeit. Nähere Infos dazu finden Sie auf der Website der WKO.

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht für Kleingewerbetreibende die Möglichkeit, eine Ausnahme von der Kranken- und Pensionsversicherung zu erwirken. Es bleibt dann nur die Verpflichtung, den Unfallversicherungsbeitrag zu bezahlen.

Als Kleingewerbetreibende/r gilt man, wenn

  • die jährlichen Einkünfte den Betrag von EUR 5.108,40 und
  • der jährliche Umsatz aus sämtlichen unternehmerischen Tätigkeiten den Betrag von EUR 30.000,00

nicht übersteigt.

Nähere Details finden Sie auf der Website der WKO.

Informationen zur Berufshaftpflichtversicherung

Nach derzeitiger Rechtslage besteht keine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung.

Es bietet sich allerdings an, auf freiwilliger Basis eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, denn eine Berufshaftpflicht schützt im Falle eines gravierenden Fehlers im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit. Eine Berufshaftpflichtversicherung ersetzt die Kosten bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden, die dritten Personen während Ihrer Berufstätigkeit entstehen können.

Eine Berufshaftpflicht leistet nicht nur bei Schadenersatzforderungen von geschädigten Personen, sondern überprüft zudem, ob diese Ansprüche auch gerechtfertigt sind. Sollten die Forderungen zu Unrecht erhoben worden sein, wird der/die Versicherer diese, gegebenenfalls vor Gericht, abwehren. Die dabei entstehenden Gerichtskosten werden ebenfalls erstattet.

Die angebotenen Versicherungen variieren hinsichtlich Deckungsumfang, eventueller Haftungsausschlüsse, angebotener Vertragslaufzeit und Kosten, weshalb sich ein sorgfältiger Vergleich und eine gute Beratung lohnen.

In der Regel betragen die vom Versicherer vorgeschlagenen Deckungssummen zwei Millionen Euro.