Häufige rechtliche Fragen

Um eine Führungstätigkeit im Zusammenhang mit der Naturvermittlung durchführen zu können, bedarf es einer rechtlichen Grundlage zur Berufsausübung. In der Folge finden Sie einige Antworten auf Fragen zum derzeitigen Stand des Berufsrechts der NaturvermittlerInnen. Bitte beachten Sie, dass alle rechtlichen Antworten ohne Gewähr sind!

Die Fragen wurden in folgende Kapitel gegliedert:

Derzeitiger Rechtsrahmen & Novellierungsbedarf

Rechtlich können die Naturvermittlungsberufstätigkeiten in folgende bestehenden Berufe eingeordnet werden:

  • Wissensvermittlung,
  • Fertigkeitsvermittlung (Sportunterricht),
  • Fremdenführergewerbe,
  • freies Führungsgewerbe,
  • Berg-, Wander- oder Höhlenführung.

Die derzeitige Rechtslage zur Naturvermittlung kann keinerlei Klarheit im Hinblick auf Berufsantritt und Berufsausübung bieten. Es existiert kein entwickeltes Berufsbild, es gibt keine gesetzlichen Antrittsvoraussetzungen oder Regelungen zur Berufsausübung, sondern es handelt sich bei der Naturvermittlung vielmehr um eine freie Tätigkeit, der jeder nachgehen darf.
Gleichzeitig bestehen zu anderen gesetzlich geregelten Berufen, wie etwa dem Fremdenführergewerbe oder dem Beruf des Berg-, Wander- und Höhlenführers, zahlreiche Überlappungsbereiche, was für NaturvermittlerInnen eine vierfache rechtliche Gefährdung bedeutet:

  • Gefahr der verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung gemäß § 366 Abs 1 Z 1 GewO wegen Ausübens eines Gewerbes ohne die erforderliche Gewerbeberechtigung erlangt zu haben.
  • Gefahr der verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung gemäß den Verwaltungsstrafbestimmungen der Landesberufsgesetze (Bergführergesetze, Sportgesetze).
  • Gefahr einer Klage gemäß § 1 UWG.
  • Gefahr des Vorwurfs der Schutzgesetzverletzung nach § 1311 Satz 2 ABGB bei Gästeunfällen.

Es gibt zwar die Möglichkeit einer Zuerkennung eines individuellen Befähigungsnachweises, die allerdings mangels einer österreichweit einheitlichen Verwaltungspraxis der Gewerbebehörden in der derzeitigen Form unzufriedenstellend ist. Eine maßgebliche Verbesserung würde ein individueller Befähigungsnachweis mit Ministerialverordnung in Bezug auf Ausbildungseinrichtungen darstellen, der gegenüber Gewerbebehörden und Dritten verbindlich wäre.
Als Fazit ergibt sich jedenfalls die dringende Notwendigkeit einer speziellen berufsrechtlichen Regelung.

Ja - Die rechtlichen Bezugnahmen auf Naturvermittlungsberufstätigkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus anderen bundesrechtlich bzw. landesrechtlich geregelten Führungsberufen:

Im Bundesrecht ergibt sich die einschlägigste Bezugnahme auf Naturvermittlungstätigkeiten in § 108 Abs 1 Z 1 GewO, in welchem die „Führung von Personen, um ihnen … Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna … zu zeigen und zu erklären“ als Vorbehaltsbereich des reglementierten Fremdenführergewerbes geregelt wird.

Eine demonstrative (also nicht abschließende) Liste der Bezugnahmen auf Naturvermittlungs- und Naturführungsberufstätigkeiten in österreichischen Rechtsvorschriften wurde im Zuge des Projekts Plattform Naturvermittlung ermittelt.

Ein Berufsbild ist die Verschriftlichung der gemeinsamen Vorstellung einer Gruppe von einer beruflichen Tätigkeit. Dem Begriff „Beruf“ wird dabei das Verständnis einer auf Dauer angelegten Erwerbstätigkeit, die zur Sicherung und Erhaltung der Lebensgrundlage dient, zu Grunde gelegt.

Häufig werden in einem Berufsbild folgende drei zentralen Aspekte geregelt:

  • Erfassung der für den Beruf geltenden Rechtsnormen und Standards;
  • Festlegung/Verschriftlichung der für den Beruf typischen Tätigkeiten und Aufgaben sowie des Umfangs der Kompetenzen bzw. Berufsberechtigungen;
  • Festlegung der gegebenenfalls erforderlichen formalen Ausbildungen und informellen Qualifikationen.

Warum ein eigenes Berufsbild? Um die Arbeit als NaturvermittlerIn gut leisten zu können, bedarf es auf der Basis eines abgesicherten Berufsbildes einer eigenen berufsrechtlichen Regelung für NaturvermittlerInnen. Ausbildung und Rechte müssen gesichert werden, damit Befähigte auch eine Befugnis haben. Weiters leistet ein eigenes Berufsbild einen maßgeblichen Beitrag zum beruflichen Selbstbewusstsein und zu einer klaren beruflichen Identität der Gruppe, erleichtert einen gemeinsamen Auftritt, und trägt desgleichen auch zur Professionalisierung der Szene, zur Qualitätssicherung und zur besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie bei relevanten Partnern und KundInnen bei.

Gesetzlich neu geregelt werden kann nur, was

  • noch nicht geregelt ist (abgesehen von der Novellierung bestehender Gesetze) und
  • nicht regelungsfrei bleiben muss.

Der häusliche Unterricht, also die nicht anstaltsmäßig betriebene Vermittlung von Wissen und Kenntnissen, darf auf Grund der Verfassungsbestimmung des Art 17 Abs 3 StGG keiner gesetzlichen Regelung unterworfen werden. Das bedeutet, dass jedes Naturvermittlungsberufsgesetz diese Tätigkeiten aussparen muss.

Gewerberechtlich geregelt werden kann nur die Führung von Personen, um ihnen die Natur und deren Besonderheiten zu zeigen und zu erklären. Richtig muss das Gewerbe daher auch „NaturFÜHRUNG“ heißen.

Mögliche Ausbaustufen einer berufsrechtlichen Regelung der Naturvermittlung sind:

  • Stufe 0: Berufsbild ohne gesetzliche Implementierung und ohne Vorbehaltsbereich = freie Tätigkeit wie bisher gemäß Art 17 Abs 3 StGG 1867 als verfassungsunmittelbare Wissens- und Kenntnisvermittlung.
  • Stufe 1: (gesetzliches Berufsbild) als freies Gewerbe ohne Befähigungsnachweisverpflichtung, allenfalls mit Berufsausübungsregelungen (z.B. Pflichthaftpflichtversicherung, wie zum Bsp. Bergführer)
  • Stufe 2: Gesetzliches Berufsbild als Teilbereich des reglementierten Fremdenführergewerbes (Stufe 2a) oder als eigenes neues reglementiertes Gewerbe mit Befähigungsnachweisverpflichtung und Berufsvorbehalt (Stufe 2b)
  • Stufe 3: Absicherung des bundesrechtlich geregelten Naturvermittlungsberufs durch Ausnahmen im Landesrecht (Berg- und Schiführergesetze, Sportgesetze, Höhlenführergesetze usw.) mittels einer Vereinbarung gemäss Art. 15 a B-VG.

Präferiert wird Ausbaustufe 2, nämlich die Etablierung eines eigenen gesetzlichen Berufsbildes „NaturführerIn“ als Teilbereich des reglementierten Fremdenführergewerbes, welches optimalerweise in einen Natur- und einen Kulturbereich aufzuteilen wäre.

Um eine eigene berufsrechtliche Regelung für die Naturführungstätigkeit in der Gewerbeordnung umzusetzen bietet es sich an, § 108 GewO zu novellieren, welcher das Fremdenführergewerbe regelt und diesen in die Bereiche Kulturführung und Naturführung aufzuteilen.

Derzeit fällt ja die „Führung von Personen, um ihnen … Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna … zu zeigen und zu erklären“, typischerweise Kerninhalt und -aufgabe einer Naturführungstätigkeit, unter den Fremdenführervorbehalt.

Unser Novellierungsvorschlag, wie man § 108 GewO um den Beruf des „Natur- und Landschaftsführers“ wurde im Projekt Plattform Naturvermittlung erstellt.

Rund ums Gewerberecht

Die reine Vermittlung von Wissen und Kenntnissen zu den Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna ist eine gem Art 17 Abs 3 StGG 1867 verfassungsunmittelbare freie Tätigkeit, die keinen gewerberechtlichen Beschränkungen unterworfen werden darf.

Gewerberechtlich relevant ist nur das Führen von Personen, und zwar unter der Voraussetzung, dass dieses „gewerbsmäßig“ erfolgt. Gewerbsmäßig wird eine Tätigkeit ausgeübt, wenn sie

  • selbstständig,
  • regelmäßig und in
  • Ertragsabsicht

betrieben wird.

Was heißt das konkret?

  • Selbstständigkeit im Sinne der GewO liegt vor, wenn die Tätigkeit auf eigene Rechnung und Gefahr ausgeübt wird, dh, wenn man selbst das unternehmerische Risiko trägt.
  • Als „regelmäßig“ gilt auch bereits eine einmalige Handlung, wenn nach den Umständen des Falles auf die Absicht der Wiederholung geschlossen werden kann oder wenn sie längere Zeit erfordert. Das Anbieten einer den Gegenstand eines Gewerbes bildenden Tätigkeit an einen größeren Kreis von Personen oder bei Ausschreibungen wird der Ausübung des Gewerbes gleichgehalten.
  • In Bezug auf die „Ertragsabsicht“ ist es nach der GewO gleichgültig, für welche Zwecke der Ertrag bestimmt ist; eine Gewerbeberechtigung ist daher auch dann erforderlich, wenn der gesamte Gewinn für gemeinnützige Zwecke gespendet wird.

Relevanter Gewerbetatbestand ist grundsätzlich das reglementierte Gewerbe der Fremdenführung nach § 108 GewO.

Prinzipiell in Frage käme - nach derzeit gehandhabter Praxis - auch die Anmeldung eines freien Gewerbes in Betracht (Hinweis: Es gibt eine bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe) und zwar:

  • Reisebetreuung
  • Führungen in Gebäuden oder im Gelände von den dort Verfügungsberechtigten oder deren nachweislich Beauftragten.

Wenn man keine Gewerbeberechtigung als FremdenführerIn hat und dennoch rechtlich abgesichert gewerbsmäßig Personen führen möchte, um ihnen die Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna zu zeigen und zu erklären, ist anzuraten, bei der Gewerbebehörde gem § 19 GewO einen Antrag auf Ausstellung eines individuellen Befähigungsnachweises zu stellen.

Weitere Informationen zur Abgrenzung der Naturvermittlung von dem Gewerbe der Fremdenführung und zur Ausstellung eines individuellen Befähigungsnachweises finden sie unter dem Punkt "Abgrenzung: Naturführung versus Fremdenführung".

 

 

Die GewO unterscheidet sogenannte allgemeine Voraussetzungen, die vor dem Antritt eines jeden Gewerbes zu erfüllen sind, und besondere Voraussetzungen, die nur für bestimmte Gewerbe gelten.

Diese allgemeinen Voraussetzungen für einen Gewerbeantritt muss jede Person erfüllen:

  • Gewerberechtliche Handlungsfähigkeit
  • Natürliche Personen müssen eigenberechtigt sein (Volljährigkeit, keine Sachwalterschaft), juristische Personen und eingetragene Personengesellschaften müssen einen gewerberechtlichen Geschäftsführer bestellen.
  • Unbescholtenheit: Es darf keine gerichtliche Verurteilung wegen bestimmter Straftaten vorliegen (vgl § 13 GewO).
  • Eine Insolvenz schließt nur dann von der Gewerbeausübung aus, wenn das Vermögen nicht die Kosten eines Insolvenzverfahrens deckt.
    Link zu detaillierter Auflistung der Ausschlussgründe
  • Österreichische Staatsbürgerschaft bzw Gleichstellung (insb EU-BürgerIn)

An besonderen Voraussetzungen für den Gewerbeantritt ist in diesem Kontext insbesondere relevant, dass für reglementierte Gewerbe, wie das Fremdenführergewerbe eines ist (unter dessen Vorbehaltsbereich die Kerntätigkeit der Naturführung fällt), ein Befähigungsnachweis zu erbringen ist. Das bedeutet, dass man durch geeignete Belege (insbesondere Zeugnisse über den Besuch von Schulen und Lehrgängen, Meisterprüfung etc) nachweisen muss, dass man die für die Ausübung des reglementierten Gewerbes erforderlichen notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.

Der Regelfall ist allerdings das freie Gewerbe (z.B. Reisebetreuung; Führungen im Gelände). Dieses darf bei Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen (gewerberechtliche Handlungsfähigkeit, Unbescholtenheit, österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstelltung) ausgeübt werden, ohne dass weitere fachliche Voraussetzungen nachzuweisen wären.

Die Anmeldung kann - formlos oder mittels Formular - persönlich, schriftlich oder auch elektronisch erfolgen.

Die Anmeldung hat die die genaue Bezeichnung des Gewerbes und des für die Ausübung in Aussicht genommenen Standortes zu enthalten. Außerdem sind der Anmeldung folgende Belege anzuschließen:

  • Urkunden, die dem Nachweis über Vor- und Familiennamen der Person, ihre Wohnung, ihr Alter und ihre Staatsangehörigkeit dienen,
  • falls ein Befähigungsnachweis für das betreffende Gewerbe vorgeschrieben ist, die entsprechenden Belege bzw die Anzeige über die Bestellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers,
  • ein nicht mehr als sechs Monate alter Auszug aus dem Firmenbuch, falls eine juristische Person oder eine eingetragenen Personengesellschaft die Anmeldung erstattet (und der Anmelder den Firmenbuchauszug nicht bei der Behörde einholt).

Link zur detaillierten Übersicht zur Gewerbeanmeldung

Die Gewerbeanmeldung ist grundsätzlich sofort rechtswirksam, wenn alle Voraussetzungen erfüllt und dem Antrag alle notwendigen Unterlagen beigefügt werden. Das Gewerbe kann ab dem Tag der Anmeldung ausgeübt werden. Die AnmelderInnen werden bei Vorliegen der Voraussetzungen innerhalb von drei Monaten ab rechtswirksamer Anmeldung in das Gewerberegister eingetragen.

An Rechtsformen ist es möglich, als EinzelunternehmerIn zu agieren, oder sich mit mindestens einer weiteren Person zum Betrieb eines Unternehmens zusammenzuschließen und damit eine Gesellschaft zu gründen. In letzterem Fall kann man die Gesellschaft als Personengesellschaft gründen (Offene Gesellschaft [OG], Kommanditgesellschaft [KG], Gesellschaft bürgerlichen Rechts [GesBR], stille Gesellschaft [StGes] oder Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft [Gen]) oder als Kapitalgesellschaft (Gesellschaft mit beschränkter Haftung [GmbH], Aktiengesellschaft [AG]). Daneben gibt es auch Mischformen (z.B.: GmbH & Co KG).

Ein „Patentrezept“ für die Wahl der Rechtsform gibt es nicht. Kriterien, nach denen sich die Wahl der Rechtsform richten wird, werden u.a. sein: Umfang des Unternehmens; ein oder mehrere UnternehmerInnen und dessen bzw. deren gewerberechtliche Voraussetzungen; Finanzierung durch Beteiligung; Ausmaß der Haftung; Gründungskosten; laufender Rechtsformaufwand; steuerliche Aspekte etc.

Weiterführende Informationen findet man auf der Website des BMDW und auf der Website der WKO.

Rund ums Steuerrecht

Beträgt das gesamte Jahreseinkommen, in dem lohnsteuerpflichtige Einkünfte enthalten sind, mehr als EUR 12.000,00 und übersteigen die nicht lohnsteuerpflichtigen Einkünfte den Betrag von EUR 730,00 (Veranlagungsfreibetrag), so besteht eine Erklärungspflicht.

Werden lediglich Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt, besteht bei einem/einer Einnahmen-Ausgaben-Rechner/in die Verpflichtung, eine Einkommenssteuererklärung abzugeben, wenn das Einkommen EUR 11.000,00 überschreitet. Bei Ermittlung des Gewinnes aufgrund eines Betriebsvermögensvergleiches (Bilanzierung) besteht unabhängig von der Höhe des Einkommens eine Steuererklärungspflicht.

Abgesehen davon hat das Finanzamt jederzeit die Möglichkeit, die Abgabe einer Steuererklärung zu verlangen.

Die Abgabe der Steuererklärung ist grundsätzlich elektronisch über FinanzOnline zu übermitteln.


Weitere Informationen auf der Website der WKO.

Bis zu einem Einkommen von EUR 11.000,00 fällt keine Einkommenssteuer an, danach kommt ein progressiver Einkommenssteuertarif zur Anwendung, dh für die nächsten EUR 7.000,00 zahlt man 25 % Einkommenssteuer, für die nächsten EUR 13.000,00 zahlt man 35 % Einkommenssteuer usw.

Für genauere Angaben nutzes Sie die Tariftabelle des BMF.

Während die Einkommenssteuer (ESt) alle natürlichen Personen betrifft, stellt die Körperschafssteuer (KSt) die Einkommenssteuer der juristischen Personen dar. Die GmbH – so wie andere juristische Personen (Aktiengesellschaften, Vereine, Genossenschaften) – unterliegt also der Körperschaftssteuer.

Die Körperschaftsteuer beträgt 25 % vom steuerpflichtigen Einkommen, unabhängig von dessen Höhe. Im Gegensatz zum progressiven Einkommensteuertarif handelt es sich daher bei der Körperschaftsteuer um einen linearen Steuertarif. Wird der Gewinn an eine natürliche Person als Gesellschafter ausgeschüttet, fallen weitere 27,5 % als Kapitalertragsteuer (KESt) an.

Hinweis: Bei einer GmbH fällt – sowohl bei Gewinn als auch bei Verlust – eine so genannten „Mindestkörperschaftssteuer“ an.

Als Kleinunternehmer gelten Unternehmer, die im Inland ihr Unternehmen betreiben und die Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 jährlich nicht überschreiten. Es kommt dabei auf den Gesamtumsatz eines Jahres an, wobei die Umsätze aus verschiedenen unternehmerischen Tätigkeiten zusammenzurechnen sind.

Wenn man KleinunternehmerIn ist, ist man unecht umsatzsteuerbefreit, d.h. man muss von den Einnahmen keine Umsatzsteuer (USt) an das Finanzamt bezahlen (also keine USt in Ausgangsrechnungen) und darf von den Ausgaben auch keine Vorsteuer abziehen (also kein Vorsteuerabzug von Eingangsrechnungen).

Eine UID-Nummer teilt das Finanzamt umsatzsteuerbefreiten Kleinunternehmern nur auf Antrag zu.

Unter die Umsatzsteuerbefreiung fallen Lieferungen und sonstige Leistungen, deren Liefer- oder Leistungsort im Inland liegt, weiters Umsätze aus Hilfsgeschäften und Geschäftsveräußerungen. Nicht befreit sind Erwerbe, Einfuhren und Dienstleistungen von ausländischen Unternehmen, deren Leistungsort in Österreich liegt und die Steuerschuld auf den Kleinunternehmer übergeht (Reverse Charge).

Wer meint, dass die Umsatzsteuerbefreiung nachteilig ist (z.B. wegen hoher Vorsteuern in der Gründerphase; Kunden sind hauptsächlich vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer) kann auf sie verzichten (Optionserklärung).

Nähere Details finden Sie auf der Website der WKO

Für Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) und für die GmbH & Co KG gilt eine umsatz- und tätigkeitsunabhängige (also auch bei nicht gewerblichen Tätigkeiten bestehende) Buchführungspflicht („Rechnungslegungspflicht kraft Rechtsform“).

Für neue gegründete Einzelunternehmen und Personengesellschaften (ausgenommen GmbH & Co KG) gilt:

  • Im ersten Wirtschaftsjahr besteht noch in keinem Fall eine Buchführungspflicht. Danach gilt:
  • Bei einer Umsatzgrenze bis EUR 220.000,00 im Vorjahr ist wahlweise Basispauschalierung, Einnahmen-Ausgaben Rechnung oder doppelte Buchführung möglich;
  • Bis EUR 700.000,00 Umsatz ist wahlweise eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder doppelte Buchführung möglich.

Seit 2016 haben grundsätzlich jene Betriebe alle Bareinnahmen für Zwecke der Losungsermittlung mit elektronischen Registrierkassen zu erfassen, welche die Umsatzgrenzen (Jahresumsatz EUR 15.000,00 netto, Barumsatz EUR 7.500,00 netto) überschreiten.

Maßgebend für die Höhe der Barumsätze sind die Umsätze, bei denen die Gegenleistung mit Bargeld-, Bankomat- und Kreditkartenzahlungen sowie Gutscheinen erfolgt. Zahlungen mit Erlagschein, Überweisung, Internetbanking oder Einziehungen sind keine Barumsätze.

Beachten Sie auch die Ausnahmeregelungen von der Registrierkassenpflicht, die für Naturführungen relevant sein könnten, z.B.:

  • Bei Umsätzen bis jeweils EUR 30.000,00 netto/Kalenderjahr je Abgabepflichtigem/r im Freien (sog. „Kalte-Hände“-Regelung): Darunter fallen Umsätze auf öffentlichen Straßen oder Plätzen ohne Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten (also Gastgärten fallen nicht darunter!);
  • in unmittelbarem Zusammenhang mit schwer zugänglichen Hütten (Alm-, Berg-, Schi-, Schutzhütten) ohne Anschluss an Infrastruktur (Stromversorgung); auch hier gilt die Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 netto/Kalenderjahr.

Unter den Begriff „Liebhaberei“ fallen Tätigkeiten, die mittel- bis langfristig keinen Gewinn erwarten lassen.

Steuerlich ist die „Liebhaberei“ unbeachtlich, d.h., Verluste, die daraus entstehen, dürfen mit anderen Einkünften nicht ausgeglichen werden. Wenn sich ausnahmsweise ein Gewinn ergibt, ist dieser nicht steuerpflichtig. Auch umsatzsteuerlich sind diese Tätigkeiten der Privatsphäre zuzurechnen und unterliegen die Einnahmen damit nicht der Umsatzsteuer, Vorsteuern sind nicht abzugsfähig.

Mehr zum Thema "Liebhaberei" finden Sie auf der Website der WKO.

Rund um die Versicherung

Wer sich in Österreich selbständig macht, gehört dem Versichertenkreis der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) an – als Gewerbetreibender oder als Neuer Selbständiger. Selbstständig Erwerbstätige unterliegen damit, genau wie die unselbstständig Erwerbstätigen, einer Pflichtversicherung.

Im Bereich der Naturvermittlung wird davon die selbständige (Outdoor-)Unterrichtstätigkeit erfasst, aber auch die Tätigkeit als freie/r DienstnehmerIn, wenn man sich wesentlicher eigener Betriebsmittel bedient. Auch Personen, die ohne die erforderliche Gewerbeberechtigung selbständig erwerbstätig sind (unbefugte Gewerbeausübung), sind versicherungspflichtig!

Wenn man gleichzeitig unselbstständig, selbstständig oder als Landwirt/in tätig ist, führt dies zur Pflichtversicherung nach verschiedenen Sozialversicherungsgesetzen und damit auch zu einer mehrfachen Beitragspflicht (Mehrfachversicherung).

Ja, das ist möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht für Kleingewerbetreibende die Möglichkeit, eine Ausnahme von der Kranken- und Pensionsversicherung zu erwirken. Es bleibt dann nur die Verpflichtung, den Unfallversicherungsbeitrag zu bezahlen.

Als Kleingewerbetreibende/r gilt man, wenn

  • die jährlichen Einkünfte den Betrag von EUR 5.108,40 und
  • der jährliche Umsatz aus sämtlichen unternehmerischen Tätigkeiten den Betrag von EUR 30.000,00

nicht übersteigt.

Nähere Details finden Sie auf der Website der WKO.

 

Nein, nach derzeitiger Rechtslage besteht keine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung.

Es bietet sich allerdings an, auf freiwilliger Basis eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, denn eine Berufshaftpflicht schützt im Falle eines gravierenden Fehlers im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit. Eine Berufshaftpflichtversicherung ersetzt die Kosten bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden, die dritten Personen während Ihrer Berufstätigkeit entstehen können.

Eine Berufshaftpflicht leistet nicht nur bei Schadenersatzforderungen von geschädigten Personen, sondern überprüft zudem, ob diese Ansprüche auch gerechtfertigt sind. Sollten die Forderungen zu Unrecht erhoben worden sein, wird der/die Versicherer diese, gegebenenfalls vor Gericht, abwehren. Die dabei entstehenden Gerichtskosten werden ebenfalls erstattet.

Die angebotenen Versicherungen variieren hinsichtlich Deckungsumfang, eventueller Haftungsausschlüsse, angebotener Vertragslaufzeit und Kosten, weshalb sich ein sorgfältiger Vergleich und eine gute Beratung lohnen.

In der Regel betragen die vom Versicherer vorgeschlagenen Deckungssummen zwei Millionen Euro.

Abgrenzungsfragen: Naturführung versus Fremdenführung

Wenn man keine Gewerbeberechtigung als FremdenführerIn hat und dennoch rechtlich abgesichert gewerbsmäßig Personen führen möchte, um ihnen die Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna zu zeigen und zu erklären, ist anzuraten, bei der Gewerbebehörde gem § 19 GewO einen Antrag auf Ausstellung eines individuellen Befähigungsnachweises zu stellen.

Die Behörde hat diesfalls das Vorliegen der individuellen Befähigung festzustellen, wenn durch die beigebrachten Beweismittel die für die jeweilige Gewerbeausübung erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen nachgewiesen werden. Die Behörde hat das Vorliegen der individuellen Befähigung mit der Beschränkung auf Teiltätigkeiten des betreffenden Gewerbes auszusprechen, wenn die Befähigung nur in diesem Umfang vorliegt, also diesfalls etwa nur auf das Zeigen und Erklären der Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna.

Wie bereits ausgeführt kann die derzeitige Rechtslage zur Naturvermittlung keinerlei Klarheit im Hinblick auf Berufsantritt und Berufsausübung bieten. Es existiert kein entwickeltes Berufsbild, es gibt keine gesetzlichen Antrittsvoraussetzungen oder Regelungen zur Berufsausübung, sondern es handelt sich bei der Naturvermittlung vielmehr um eine freie Tätigkeit, der jeder nachgehen darf.

Neben der Herausforderung, dass es keinen rechtlich anerkannten einheitlichen Ausbildungsstandard gibt, gibt es in Österreich die Situation eines unübersichtlichen Angebots an diversesten Ausbildungen unterschiedlichsten Umfangs. Insgesamt wurden für Österreich 89 Angebote gefunden, um sich im Bereich Naturvermittlung/Naturführung aus- bzw weiterbilden zu lassen. Um ein Beispiel für die Diversität des Ausbildungsumfangs zu geben, sei hier das Beispiel der Ausbildung zum/zur Kräuterpädagogen/in herangezogen, welches zwischen 50 bis 833 Übungseinheiten á 50 min differiert.

Grundsätzlich würde sich die Vorschreibung zur Absolvierung folgender Ausbildungsinhalte anbieten, um eine fachlich qualifizierte Naturvermittlung/-führung leisten zu können:

Naturschutzfachliche Grundlagen (Biologie/Natur/Land- und Forstwirtschaft)

  • Naturräume, Wechselwirkung Mensch – Natur
  • ökologische Zusammenhänge der wichtigsten Lebensräume
  • Entwicklung der Kulturlandschaft
  • Spezialthemen je nach Ausbildungsziel

Wanderkunde

  • Kartenkunde & Orientierung im Gelände
  • Tourenplanung
  • Wetterkunde
  • Gegebenenfalls spezielle Alpin- und Winterkurse

Didaktik, Kommunikation, Methodik & Pädagogik

  • Gruppenleitung, Führungsdramaturgie
  • Naturpädagogische Vermittlungsmethoden
  • Exkursionsdidaktik & Erlebnisdramaturgie
  • Kommunikation & Konfliktmanagement

Praxis und Führung

  • Entwicklung und Durchführung eines Naturvermittlungsangebotes und deren Nachbereitung
  • Erste Hilfe
  • Rechtliche & betriebswirtschaftliche Grundlagen (inkl Marketing).

Rechtliche Verbindlichkeit darüber, welche Belege zu erbringen sind, damit die erforderliche fachliche Befähigung jedenfalls als erfüllt anzusehen ist, kann etwa über eine Verordnung der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort nach § 18 Abs 1 GewO hergestellt werden.

Allenfalls kann auch eine Verbands- bzw Branchenvereinbarung in Betracht gezogen werden.

Wenn man den für das Gewerbe erforderlichen Befähigungsnachweis nicht erbringen kann, besteht die Möglichkeit, eine/n gewerberechtliche/n Geschäftsführer/in zu bestellen (vgl § 39 GewO). Diese/r ist dann Ihnen als Gewerbeinhaber/in gegenüber für die fachlich einwandfreie Ausübung des Gewerbes und der Behörde gegenüber für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften verantwortlich.

Der/die gewerberechtliche Geschäftsführer/in muss den für die Ausübung des Gewerbes vorgeschriebenen persönlichen Voraussetzungen entsprechen (also insbesondere auch einen erforderlichen Befähigungsnachweis erbringen) und (im Falle organisatorischer Geschäftsführerbestellung) sich im Betrieb entsprechend betätigen bzw dazu in der Lage sein (kein „Strohmann“).

Die „Besonderheiten von Landschaft, Flora und Fauna“ ist das bedeutendste derzeitige Überlappungsthema.

Allerdings ergeben sich bei näherer Betrachtung weitere Abgrenzungsprobleme wie z.B.:

  • Zoos und botanische Gärten (sind nach internationaler Definition Museen),
  • Freilichtmuseen,
  • forsthistorische Denkmale (z.B. können historische Straßen und Wege im Wald unter Denkmalschutz stehen),
  • technische Einbauten in Gewässern (z.B. Fischaufstiegshilfen usw.),
  • historische Gartenanlagen (stehen oft sowohl nach dem Denkmalschutzgesetz als auch nach dem Naturschutzrecht als geschützter Landschaftsteil unter Schutz),
  • Bodenformationen (z.B. können von Menschen errichtete Erdwälle unter Denkmalschutz stehen).

Das schwierigste Überlappungsthema ist sicherlich die Natur- und Kulturlandschaft bzw. das Thema „Siedlungsraum“. Hier ist in Österreich eine Unterscheidung bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Urwaldgebiete) kaum möglich. Gebiete, die historisch bedeutsam sind, sind oft gleichzeitig nach den Landesnaturschutzvorschriften geschützt (z.B. die Wachau).

Naturführung im alpinen Raum

Nach derzeitiger Rechtslage sind bei Naturführungen im alpinen Gelände die jeweiligen Vorbehaltsbereiche für Berg- und BergwanderführerInnen in den einzelnen Landesgesetzen zu beachten. Diese werden meist als „Berg- und Schiführergesetz“ bezeichnet; in Oberösterreich und Niederösterreich sind die Bestimmungen im jeweiligen Sportgesetz integriert.

Den großzügigsten Ausnahmenkatalog vom Bergführer-/Bergwanderführervorbehalt enthält das Vorarlberger Gesetz über das Bergführerwesen, darunter für das „Führen, Begleiten und Unterreichten durch ausgebildete Kräuterpädagogen, Waldpädagogen oder Alpführer, soweit diese Tätigkeit ihrer Ausbildung entspricht“ sowie für das „Führen, Begleiten und Unterrichten auf leicht begehbaren Spazier- und Wanderwegen“.

Ansonsten wird für Personenführungen im alpinen Raum, auch zu Zwecken der Naturvermittlung, grundsätzlich die Bergführer-/Bergwanderführerprüfung als Voraussetzung verlangt.

Im Einzelfall ist die jeweilige landesrechtliche Regelung zu konsultieren, da die Vorbehaltsbereiche und Ausnahmekatalog je nach Bundesland unterschiedlich geregelt sind. Eine kurze Übersicht über die wesentlichsten Bestimmungen in den sieben alpinen Bundesländern wurde im Zuge der Erarbeitung eines Berufsbilds für NaturvermittlerInnen erstellt.

Aus dem Bergführer-/BergwanderführerInnvorbehalt aller Landesgesetze ist Folgendes zu schließen: Der Vorbehaltsbereich der Bergführergesetze erstreckt sich nicht auf eine Tätigkeit allein, sondern nur auf eine solche in Verbindung mit dem Ort der Tätigkeit! Es macht daher einen Unterschied, ob die konkrete Tätigkeit des Führens und Begleitens im alpinen oder im außeralpinen Bereich ausgeübt wird.

Dort, wo landesrechtliche Regelungen das Führen von Personen dem Bergführer-/BergwanderführerInnenvorbehalt unterstellen, wo gar keine alpinen Herausforderungen gegeben sind, steht im Raum, ob hier nicht überschießende Regelungen vorliegen.

Es ist zu diskutieren, ob nicht der Dauersiedlungsbereich, der gesicherte Siedlungsraum, der Wanderwegebereich („blaue“ Markierung / leichte Wanderwege ohne Bedarf von spezieller Ausrüstung, ohne Vorhandensein von Geländeseilen, quasi „Spaziergangniveau“) bzw. auch das leichte weglose Gelände ohne Absturzgefahr im Sinne des verfassungsrechtlichen Berücksichtigungsprinzips, etwa zur Ausübbarkeit des bundesgesetzlich geregelten Fremdenführergewerbes, zum Führen von Personen für andere Führungsberufe frei sein müsste.

Den Kern der BergführerInnenbefugnisse bilden einerseits das Führen/Begleiten durch anspruchsvolles/gefährliches alpines Gelände (nicht ausdrücklich gesetzlich definiert: z.B. Kletterwände mit oft mehreren hundert Metern Höhe, Gletscher) und andererseits das Unterweisen in alpinsportlichen (Klettern, Schifahren abseits der Pisten) und sonstigen alpinistischen Fertigkeiten (Standplatzbau beim Seilsichern, Umgang mit Lawinenverschüttetensuchgerät) und alpinistischen Kenntnissen (Geländeorientierung, Erkennung alpiner Gefahren).

BergwanderführerInnen werden in der Regel vom jeweiligen Landes-BergführerInnenverband ausgebildet und dürfen weniger gefährliche Bergwanderungen durchführen (zB „rote“ Wege, Querung nur von kleinen Restschneefeldern im Frühjahr). Insbesondere dürfen sie jedoch über keine Klettersteige oder Gletscher führen.

Die Abgrenzung zu den NaturführerInnentätigkeiten lässt sich wie folgt ziehen:

Über den Inhalt der Führungstätigkeit:

  • Im Fokus der NaturführerInnentätigkeit steht die Vermittlung der Natur und ihrer Phänomene. Die sportliche Herausforderung steht hingegen ganz klar im Hintergrund, auch wenn die Tätigkeiten im Rahmen einer Naturführung regelmäßig mit einer Wanderung verbunden sind.

Über die Zielgruppe:

  • Zielgruppe der NaturführerInnen sind primär naturkundlich Interessierte. Es geht nicht primär um das Zurücklegen von Höhenmetern oder die Bewältigung sportlicher Herausforderungen, sondern um ein intensives Naturerlebnis und die Bereicherung durch Natureindrücke. Oft nehmen auch Familien mit Kindern an den Naturführungen teil.

Über die Qualifikation des Guides:

  • NaturführerInnen sind primär naturwissenschaftlich bzw. -kundlich Interessierte, für die der Bergsport beruflich eindeutig nachrangig ist.
  • Die Ausbildung zum/zur Naturführer/in beinhaltet vorwiegend naturkundliche Inhalte und Methode und wenn, nur in untergeordnetem Ausmaß auch alpinistische Grundfertigkeiten und -kenntnisse
  • Soll durch anspruchsvolles bzw hochanspruchsvolles alpines Gelände geführt werden, ist die BergwanderführerInnen- bzw BergführerInnenprüfung nachzuweisen. Dies trifft insbesondere zu auf: „schwarze“ Wanderwege, Klettersteige, Gletscher, Gebiete mit Lawinengefahr.
  • Für den Dauersiedlungsbereich, den gesicherten Seidlungsraum, den leichten alpinen Wanderwegebereich („blaue“ Markierung) bzw das leichte alpine weglose Geländes ohne Absturzgefahr ist zu diskutieren, diese ohne entsprechende BergwanderführerInnenprüfung für NaturführerInnen freizugeben.

Abgrenzungsschwierigkeiten können sich unter Umständen im Wanderwegenetz mit „roter“ Markierung ergeben. Nähere Details zur Unterscheidung dieser Führungsberufe finden Sie in einem, im Zuge des Projekts "Plattform Naturvermittlung" angefertigten, Argumentenkatalog.