Naturvermittlung und Gesundheit

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, wodurch sie immer weniger Kontakt zur Natur hat. Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass der Aufenthalt „im Grünen“ direkt mit dem Wohlbefinden und der Gesundheit der Menschen zusammenhängen. Eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit und der Stressabbau können beispielsweise durch Aufenthalte in Grünräumen eher gesteigert werden als in Innenräumen oder bebauter Umgebung.  In der Natur verändern sich Herzschlagraten und Pulsfrequenzen sowie oftmals auch Stimmung positiv, die Ausschüttung von Stresshormonen wird hingegen reduziert. Naturgestützte Therapien und „Green Care“ setzen diese positiven Wirkungen der Natur gezielt ein. Eine Studie zum Einfluss von Biodiversität auf die Gesundheit wurde 2015 im Umweltdachverband verfasst. 

Auch für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen spielen der Aufenthalt in und das Erleben einer (intakten) Natur eine besondere Rolle. In Waldkindergärten, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Naturvermittlungsangeboten für Kinder schaffen, konnten folgende positive Einflüsse auf die physische und psychische Gesundheit und Entwicklung beobachtet werden: Stärkung des Immunsystems, intensive Schulung der Sinne, erhöhte Konzentrationsfähigkeit, bessere Entwicklung der Motorik, gute Koordination, viel Fantasie und Kreativität, Stärkung des Selbstbewusstseins, natürliches Verhalten im Umgang mit der Natur, weniger Stress und mehr Ausgeglichenheit. Auf der Website "Kinder-Umwelt-Gesundheit" findet man weitere Informationen dazu.

126 Zell am See c Melanie Salzl

© Melanie Salzl

Eine andere Studie von Schwiersch, 2014 zeigte, dass bei Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren, Naturerfahrungen die Selbstwirksamkeit und damit auch wieder die psychische Gesundheit fördern.

Weitere Informationen zur Wirkung von Natur und Biodiversität auf unsere Gesundheit finden Sie im Projekt Biodiversität und Gesundheit.