Berufsbild Naturvermittlung

NaturvermittlerInnen werden sehr unterschiedlich ausgebildet. Zur Zeit gibt es kein eigenes Berufsbild, keinen einheitlichen Ausbildungsstandard und kein eigenes Gewerbe für die Ausübung der Tätigkeit der Naturführung. Im Projekt „Plattform Naturvermittlung“ wurden Vorschläge dafür erarbeitet, wie NaturvermittlerInnen sich derzeitig rechtlich absichern können und wie ein eigenes Berufsbild aussehen könnte.

Spaziergang Roland Joebstl

© Roland Jöbstl

Allgemeines rund ums Berufsbild

Ein Berufsbild ist die Verschriftlichung der gemeinsamen Vorstellung einer Gruppe von einer beruflichen Tätigkeit. Dem Begriff „Beruf“ wird dabei das Verständnis einer auf Dauer angelegten Erwerbstätigkeit, die zur Sicherung und Erhaltung der Lebensgrundlage dient, zu Grunde gelegt.

Häufig werden in einem Berufsbild folgende drei zentralen Aspekte geregelt:

  • Erfassung der für den Beruf geltenden Rechtsnormen und Standards;
  • Festlegung/Verschriftlichung der für den Beruf typischen Tätigkeiten und Aufgaben sowie des Umfangs der Kompetenzen bzw. Berufsberechtigungen;
  • Festlegung der gegebenenfalls erforderlichen formalen Ausbildungen und informellen Qualifikationen

Berufsbild NaturführerIn

Um die Arbeit als NaturvermittlerIn gut leisten zu können, bedarf es auf der Basis eines abgesicherten Berufsbildes einer eigenen berufsrechtlichen Regelung für NaturvermittlerInnenAusbildung und Rechte müssen gesichert werden, damit Befähigte auch eine Befugnis haben. Weiters leistet ein eigenes Berufsbild einen maßgeblichen Beitrag zum beruflichen Selbstbewusstsein und zu einer klaren beruflichen Identität der Gruppe, erleichtert einen gemeinsamen Auftritt, und trägt desgleichen auch zur Professionalisierung der Szene, zur Qualitätssicherung und zur besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sowie bei relevanten Partnern und KundInnen bei.

Im Zuge der Plattform Naturvermittlung wurde ein Berufsbild für NaturführerInnen ausgearbeitet.