Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Webinar "Härtefall-Fonds"

Am 27. Mai 2020 findet ein Webinar zum Thema "Härtefall-Fonds" statt. Im Vorhinein werden Fragen gesammelt und geclustert. Dadurch sollen Schwerpunkte für das Webinar festgelegt werden!

Wie geht es Euch bei der Antragsstellung? Habt ihr Fragen dazu?

(Fragen können auch via E-Mail an b.steininger@haup.ac.at) geschickt werden.

Hallo.

Ich habe eine Fixanstellung / Teilzeit und als 2. Standbein bin ich NationalparkRangerin. Da habe ich einen freien Dienstvertrag und die Abrechnung erfolgt auf Honorabasis. Jetzt ist es so, dass im Mai, Juni und Juli ja alle Schulveranstaltungen ausfallen. Diese waren aber noch nicht verteilt, sodaß ich hier noch keine Aufträge hatte. Im Vergleich zum Vorjahr entfallen damit 5 - 6 Aufträge pro Monat.

Wie kann ich diesen Entfall des Einkommens nachweisen? Reicht eine Aufstellung der Lohnzettel aus den letzten Jahren?

LG Maria

Danke für Deine Fragen! Ich werde die gleich in die Fragensammlung für das Webinar aufnehmen!

Geht es jemanden ähnlich? Hat vielleicht schon jemand dazu Erfahrungen gemacht?

 

LG Birgit Steininger

Mich interessiert vor allem, wie der Härtefallfonds abdecken soll, dass

1) solange Schulen keinen Regelunterricht abhalten können, auch wir unserer Arbeit vielfach nicht in dem Ausmaß nachgehen können wie wir müssten um unser Auskommen zu sichern und unser Ausfall daher vermutlich länger dauert als in anderen Branchen.

2) wir vom Saisongeschäft leben und Zuschüsse von max(!) 2000 Euro pro Monat (gedeckelt, Zuverdienste werden abgezogen) für max. 3 Monaten über einen Zeitraum von 6 Monaten uns nicht über den Sommer und Winter bringen.

Vielen DAnk, LG
Eva Maria Pölz (Nationalparkrangerin)

 

Wir organisieren für unsere Natur- und Landschaftsvermittler, Kirchenführer usw. die Programme und Führungen. Leider mussten wir alle von März bis einschließlich Sommer absagen, wodurch wir einen finanziellen Verlust erleiden. Als Tourismusverband = Körperschaft öffentlichen Rechts sind wir, meines Wissens nach, nicht berechtigt Unterstützung anzusuchen. Wir haben die Kosten für Layout, Druck, HP Präsentation für die Führungen gehabt, aber nun keine Einnahmen. Was tun?

Vielen Dank
Christine Schwetz

 

Danke für Eure Fragen!!

Hat schon jemand eingereicht bzw. Rückmeldungen bekommen?

@Maria: So wie ich das verstanden habe, musst du dir deinen Verlust selbst ausrechnen, ich schau mir dazu z.B. die Kontoauszüge vom 2019er (da mein letzter Einkommenssteuerbescheid) für den Zeitraum z.B. vom 16.4. bis zum 15.5. an und vergleiche mit der Summe der Eingänge auf den Kontoauszügen von heuer in diesem Zeitraum. Für den Antrag musst du noch nichts vorlegen und beweisen, aber eventuell auf Nachfrage irgendwann.

Oder müssen wir als NaturvermittlerInnen keinen Umsatzeinbruch von mind. 50% nachweisen? Gilt für uns in irgendeiner Form das Betretungsverbot? Für Nationalparke, Workshops in Schulen, etc.?

Es gibt auf jeden Fall auf Facebook Gruppen für EPU´s (Ein-Personen-Unternehmen, also Selbstständige ohne unselbstständig Beschäftigte), die Wissen sehr gut bündeln und über aktuelle Änderungen informieren:

https://www.facebook.com/groups/CoronaEPUAustria/?fref=nf

https://www.facebook.com/groups/amici.delle.sva/

Auch Fragen zum Härtefallfonds, Fixkostenzuschuss, etc. werden oft sehr rasch beantwortet (bereits viele Erfahrungswerte, aber es sind auch Steuerberater, etc. in der Gruppe). Es wird auch viel Pressearbeit betrieben um auf die Situation von EPU´s aufmerksam zu machen und um noch Veränderungen zu bewirken. Die Berufsgruppen sind allerdings sehr divers, manche haben ähnliche Probleme wie wir, manche nicht. Und auch wir haben ja unterschiedliche Voraussetzungen, das macht es ja so kompliziert. Der Freie Dienstnehmer macht es auch noch zusätzlich komplizierter, weil man mal als Angestellte (bezüglich Versicherung), mal als Selbstständige (bezüglich Steuer) gilt.

@Birgit: gibt es Umfragewerte, in welch unterschiedlichen Situationen sich NaturvermittlerInnen in Ö. befinden? Ich nehme an, wir sind ein unterschiedlicher Haufen mit unterschiedlichen Voraussetzungen (Angestellte, Selbstständige, Freie DienstnehmerInnen, plus Mischungen aus allem). Gibt's da Prozentzahlen dazu?

Lg, Eva

@Eva: Danke für den Tipp mit den FB-Gruppen!!

zur Frage Betretungsverbot, Umsatzeinbußen: Auf der Seite der WKO heißt es, um eine Förderung aus dem Härtefall-Fonds zu bekommen, müssen Selbstständige "von einer wirtschaftlich signifikanten Bedrohung durch COVID-19" betroffen sein. "Wirtschaftlich signifikante Bedrohung durch COVID-19" wird von der WKO so definiert: "Laufende Kosten können nicht mehr gedeckt werden, im Betrachtungszeitraum besteht zumindest ein überwiegendes Betretungsverbot aufgrund von COVID-19 [...] oder es besteht ein Umsatzeinbruch von mind. 50% zum vergleichbaren Betrachtungszeitraum des Vorjahres [...].

Für die jeweilig gewählten Betrachtungszeiträume muss dann das Kriterium (Mehrfachnennungen möglich) der "wirtschaftlich signifikanten Bedrohung" angeführt werden. Und hier kann dann natürlich auch der Umsatzeinbruch angeführt werden.

Wegen dem Betretungsverbot werde ich einmal nachfragen, wie dies für den Härtefall-Fonds (wahrscheinlich dann nur für die ersten Betrachtungszeiträume)  geltend gemacht werden kann.

Nur als Info: Herr Wolfgang Stock hat ein Dokument zu den Regelungen betreffend Freizeiteinrichtungen und Naturvermittlungsveranstaltungen zusammengestellt.

 

Bzgl. Umfragewerten: Eine Kollegin führt zurzeit eine Umfrage unter Naturvermittler*innen durch. In einer Frage beschäftigt sie sich in welcher Form Naturvermittler*innen tätig sind. Ansonsten weiß ich leider keine Prozentzahlen dazu.

 

LG Birgit

Liebe KollegInnen

folgende Frage einer Rangerin aus den Donau-Auen möchte ich in das Forum stellen: "Welche Umsätze fallen konkret in den jeweiligen Betrachtungszeitraum?"

Es gibt 6 Betrachtungszeiträume - jeweils von 16. eines Monats bis 15. des Foglemonats

Also z.B. 16. April bis 15. Mai

Lt. Richtlinie des Härtefall Fonds ist die Bemessungsgrundlage die Differnz aus dem durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen lt. letzten Einkommenssteuerbescheid und dem Nettoeinkommen aus den Einkünften aus dem Betrachtungszeitraum.

Ich hatte z. B. am 1. und 3. Mai Aufsichtsdienst.

Fallen diese Einnahmen in den Betrachtungszeitraum 16. April bis 15. Mai (weil der 1.+3. Mai eben in diesen Zeitraum fällt) oder fallen die Einnahmen aus den beiden Aufsichts-diensten in den Betrachtungszeitraum 16. Mai bis 15. Juni (weil sie Ende Mai abgerechnet werden).

 

Ich habe die Richtlinie so verstanden, dass es um den Umsatz im Betrachtungszeitraum geht. Also ein Umsatzrückgang muss nachgewiesen werden. Dann wird vom Finanzamt mit der Umsatzrentabilität vom letzten Einkommenssteuerbescheid das heurige Nettoeinkommen aus dem von uns angegebenen Umsatz und damit der Fördersatz berechnet und an die WKO weitergeleitet. Das heißt wir müssen rein den Umsatz im Vorjahr in diesem Monat ausrechnen und mit dem heurigen vergleichen.

Ich nehme an, die meisten von uns sind einfache Einkommen/Ausgaben-RechnerInnen. In dem Fall zählt das Datum der Rechnungslegung. Wenn die Kollegin die Rechnung Ende Mai stellt, fällt dies in den Betrachtungszeitraum vom 16.5. bis 15.6, egal, wann die Leistung erbracht wurde.

Lg, Eva